Diplom-Eigenarbeit: Johanna von Orleongs
Als Abschlussarbeit an der Bayerischen Theaterakademie August Everding nahm ich Textpassagen von Schillers „Johanna von Orléans“. Dazwischen fügte ich Gedichte von Rilke und “American Pie“ Don McLean. An den Anfang setzte ich eine Art Clowns- und Pantomimenummer Johannas, die von einem Mikrofon mit Kabel gefesselt ist und dadurch kaum vorwärts kommt. Aber sie weiß, dass sie es schaffen wird, die Idee ist entfacht. Durch einen Tanz und das darauf folgende „Dirigieren“ der Menge zu „Ägyptischer Marsch“ von Johann Strauß kann sie sich von den Fesseln befreien

 

 

Liederabend über ein ambivalentes Verhältnis zur Stadt München

mit Ines Hollinger, Alexandra Martini und James Newton

Aufführung am 15. April im Salon Irkutsk in München,
eine Wiederaufnahme im Frühling 2016 ist geplant

München: Das heißt Wohnungsnot
München: Weltstadt mit Herz
München: Arroganz und Schickeria versus bayerische Herzlichkeit
München: das Kaiser – und Grantlertum
Als die Gemüter Anfang 2015 aufgrund der Wohnungsnot in München hochkochten,
beschlossen zwei Schauspielkollegen und ich, uns diesem Thema mit einem augenzwinkernden Liederabend zu widmen. Wir stellten uns folgende Fragen:
Ist München diese überteuerten Mieten überhaupt wert?
Was macht den unbeschreiblichen Charme dieser Stadt aus?
Warum zieht es so viele Leute dorthin, während sich doch alle ständig über alles beschweren. Gesprächsfetzen aus U-Bahn und Bus wurden sofort notiert und eingebaut,
wie zum Beispiel folgender Dialog:

Im Bus:
Frau 1: Entschuldigung! Entschuldigung!
Frau 2: Ham Sie da eben die ganze Zeit Entschuldigung gsagt?
Frau 1: Ja des war I. Stille
Ja I muss jetzt aussteigen, deswegen wollt I vorbei.
Frau 2: Ich muss ja vielleicht auch aussteigen
Frau 1: Sprachlos

Des Weiteren haben wir Texte von Münchner Begegnungen und Sehnsüchten geschrieben und ausgesucht und diese mit Liedern, wie dem „Isarmärchen“, „Johnny tu n’ es pas un ange“, „Moondance“ und typisch bayerischen selbstgedichteten Gstanzln verwoben.
Hier ein kleiner Ausschnitt:

Der Ronny hat a schöne Gschicht
Der wohnt nicht mehr in München nicht
Sucht ein Jahr nach ner Bleibe
Nu wohnt er in – Berlin

Hoast du mit Namen Gözdürbürdürmürüüüürr
dann lassen sie dich vor der Tür
es dürfen zur Besichtigung
die Leute Meier, Huber, Ziegeldrumm

Der kleine Bua und sein Papa
suchen schon zwei ganze Jahr
a Wohnung ham sie nicht bekomme
drum hams mim Auto Vorlieb gnommen

Jetzt bauen sie bald Schuhkartons
Ohne Schnickschnack und Balkon
20 Quadratmeter Grundexistenz
da schläft die soziale Untergrenz

 

 

Bewegungscollage zu „Leonce und Lena“

mit: Ines Hollinger
von Katja Wachter und Ines Hollinger
Mit der Choreographin und Regisseurin Katja Wachter habe ich einen Text aus Büchners „Leonce und Lena“ mit Tanzschritten und körperlichen Positionen verbunden. Am Anfang bewegt sich Prinzessin Lena eingesperrt in einem sterilen Viereck und ist mit Ritualen, höfischen Protokollen und Händeschütteln beschäftigt
Sie ist zerrissen zwischen Neugier und Angst vor der Liebe und weiß nicht, wie sie aus dem engen Korsett des Hofes ausbrechen kann. Später begreift sie, dass ihre rosa Welt nur Schein war und sie ohne weiteres ausbrechen kann.